Energieanbieter wechseln – Kein Teufelswerk

Energieanbieter wechseln – Kein Teufelswerk

Viele Menschen ärgern sich über ständige Erhöhung von Energiepreisen.
Egal ob Strom oder Gas, es gibt Möglichkeiten, Schnäppchen zu schlagen.

Der Markt der Energieanbieter boomt. Jeder Anbieter wirbt um neue Kunden.geld sparen mit energieanbieterwechsel
Die Werbung ist teilweise recht intensiv. Zumindest von den großen Anbietern. Und jeder der ca. 10 min. Arbeit in Kauf nimmt, hat durchaus die Möglichkeit einige wenige bis zu mehrere hundert Euro zu sparen.
Es ist wirklich ganz einfach. Ein Umbau oder Einbau neuer Geräte ist nicht nötig. Es ist lediglich ein Verwaltungsakt.
Zum Beispiel die beiden größten Vergleichsportale check24.de und verivox bieten sehr komfortabel den Vergleich von diversen Anbietern an.
Es werden allerdings nicht alle Anbieter berücksichtigt. Einige kleine, meist regionale Anbieter tauchen in den Listen sicherlich nicht mit auf.
Die aufgeführten Anbieter erfüllen gewisse Mindeststandards, die die Vergleichsportale vorgeben.

Was muss ich tun, um zu sparen?

Ganz einfach.
Man muss nur in einem Portal seines Vertrauens (oder mehreren) seine PLZ und den aktuellen Verbrauch (Kilowattstunden pro Jahr) angeben und kann dann eine umfangreiche Liste mit Anbietern und Paketen sehen.
Gibt man seinen aktuellen Anbieter an, so wird eine mögliche Ersparnis angezeigt.
Meist locken die Versorger mit Neukundenrabatten, die dann meist im ersten Jahr verrechnet oder rabattiert werden.
Die Folgejahre können dann mitunter wieder etwas teurer werden. Aber da die Neuverträge in der Regel eine 12-monatige Mindestvertragslaufzeit haben, kann man diese zum Ablauf des Vertragsjahres wieder kündigen (Kündigungsfristen beachten!), einen neuen Vergleich starten und bei einem anderen Anbieter wieder einen neuen Neukundenbonus kassieren.

Anbieter, bei denen man ein Strompaket für das ganze Jahr in Vorkasse bezahlen muss, würde ich kategorisch ausschließen.
Es ist nicht nur einmal vorgekommen, dass solche Anbieter in Insolvenz gehen. Dann hat man reichlich Rennereien, um sein Geld wieder zu bekommen. Auch ein Totalverlust ist dort nicht ganz ausgeschlossen. Dieses Risiko ist die geringe Ersparnis meines Erachtens nicht wert.geld sparen durch gasnabietervergleich

Alles andere geht richtig einfach:

Stromanbieter aussuchen, das Onlineformular ausfüllen und abschicken.
In dem Anmeldeformular werden folgende Angaben abgefragt:

– Dein Name und die Lieferanschrift (also die Adresse, für die der Stromtarif gelten soll),
– Die Zählernummer und deine Kontaktinformationen.
– Weiterhin den vorigen Anbieter (um, wenn gewünscht eine Kündigung in deinem Namen auszusprechen und die Umstellung veranlassen). Den kann man meist recht komfortabel aus eine Liste heraussuchen und braucht sich auch nicht um die Kontaktdaten zu kümmern.

Die meisten Anbieter fordern eine Einzugsermächtigung (SEPA-Mandat), um die fälligen Abschläge und Rechnungen abzubuchen. Dies ist heutzutage gängig und verringert den Verwaltungsaufwand enorm. Dabei habe ich noch keinerlei Problem oder Falschbuchungen erlebt.

Alles weitere funktioniert völlig automatisch.

Ich habe nach meinem Wechsel von meinem neuen Anbieter innerhalb von wenigen Minuten eine Bestätigungsmail bekommen.
Ein paar Tage später eine mail, in der mir mitgeteilt wurde, dass meinem Wunsch entsprechend die Kündigung an meinen alten Anbieter ausgesprochen wurde.
Die nächste mail bekam ich, um mir mitzuteilen, dass ich noch bis 31.3. an meinen alten Anbieter vertraglich gebunden bin, und dass somit der neue Vertrag erst zum 1.4. anläuft.

Von der Umstellung an sich merkt man nichts, weil sich das ganze nur „auf dem Papier“ abspielt.

Wie genau sich das abspielt, möchte ich hier ganz grob erklären.
Es gibt bei einem Stromanbieterwechsel neben Ihnen, als Kunden und Stromabnehmer insgesamt noch 3 beteiligte Parteien:
1. den alten Anbieter
2. den neuen Anbieter
3. die Netzgesellschaft.
Die ersten beiden kennst du ja schon. Die Netzgesellschaft ist der Betreiber des Stromnetzes. Somit derjenige, von dem du dann letztendlich den Strom ins Haus geliefert bekommst. Dieser Netzgesellschaft gehören die großen Überlandleitungen und die unterirdischen Leitungen sowie die Trafostationen, in denen der Strom umgewandelt wird.
Wenn du ein bestimmtes Strompaket buchst, heißt das nicht, dass du genau diesen Strom auch geliefert bekommst. Das ist technisch nicht möglich. Es ist vielmehr so, dass du den Strom geliefert bekommst, der gerade im Netz verfügbar ist.
Dein Anbieter verpflichtet sich aber, die Menge an Strom, und die Art an Strom (aus Kohle, Atom, Solar, Wind und anderen Quellen) in das gemeinsame Netz einzuspeisen, bzw. einspeisen zu lassen, die du gebucht und verbraucht hast.
Das alles passiert im Hintergrund, und du hast damit keine Arbeit und keinen Einfluss.

Die Verbraucherzentrale hat dazu auch ein paar Fakten und Infos zum Anbieterwechsel verfasst und rät jedem, der noch immer bei seinem Grundanbieter ist, einen Wechsel: https://www.verbraucherzentrale-energieberatung.de/stromanbieterwechsel_wie.php

Ich weiß, dass ich mich in diesem Beitrag sehr auf den Stromsektor versteift habe. Das liegt aber daran, dass ich zwar mit dem Wechsel des Stromanbieters vertraut bin, nicht aber mit dem von Gas. Ich heize mein Haus mit Erdwärme und habe dementsprechend noch nicht einmal einen Gasanschluss. Ich gehe davon aus, dass es sich aber identisch verhält. Probiere es aus! Es kann sich nur lohnen.

Zum Vergleichsportal von verivox .

Hier kannst du gleich mal schauen, was du durch Check24 sparen könntest.

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